Rechner: Freelance vs. Festanstellung (1099 vs. W-2)

„Man bietet mir $75/Stunde — ist das besser als mein $120k-Job?“ Dieser Rechner beantwortet die Frage sauber: beide Hälften der Lohnsteuerabgaben, Krankenversicherung, Altersvorsorge-Zuschuss und der bezahlte Urlaub, den Sie aufgeben würden. US-Bundeszahlen, Steuerjahr 2026, Einzelveranlagung.

Das W-2-Angebot (oder der aktuelle Job)

Was Ihr Arbeitgeber zahlt — oft $7–15k. Prüfen Sie Ihre Benefits-Übersicht.

Das 1099-Auftragsangebot

Urlaub + erwartete Lücken zwischen Aufträgen.
Marketplace-Prämie, die Sie selbst zahlen würden.
Software, Ausstattung, Buchhaltung, Haftpflichtversicherung.
Besseres Angebot (Nettowert)
W-2-Nettowert / Jahr
Nettoauszahlung
+ 401(k)-Zuschuss
+ übernommene Krankenversicherung
1099-Nettowert / Jahr
Brutto-Auftragseinkommen
− SE- + Einkommensteuer
− Krankenversicherung + Betriebskosten
Break-even-Stundensatz

Nur Bundessteuer, Einzelveranlagung, Standardabzug, Zahlen für 2026. Staatliche Steuern auf beiden Seiten ausgeklammert.

So funktioniert der Vergleich

Die W-2-Seite. Vom Gehalt ziehen wir die Bundeseinkommensteuer und den Arbeitnehmeranteil der Lohnabgaben (7.65 %) ab und addieren dann die Vergütungsbestandteile zurück, die als Benefits statt als Geld ankommen: den 401(k)-Zuschuss des Arbeitgebers und die vom Arbeitgeber gezahlte Krankenversicherungsprämie. Bezahlter Urlaub braucht hier keine Korrektur — er steckt bereits im Gehalt.

Die 1099-Seite. Das Bruttoeinkommen ist Satz × Stunden × tatsächlich gearbeitete Wochen — jede freie Woche ist unbezahlt, weshalb die Eingabe der freien Wochen so stark wiegt. Vom Brutto ziehen wir Betriebsausgaben ab (absetzbar), dann die Selbstständigen-Steuer (15.3 % auf 92.35 % des Nettoertrags, zur Hälfte absetzbar), dann die Bundeseinkommensteuer auf den Rest, dann die Krankenversicherung, die Sie nun selbst kaufen.

Break-even-Satz. Die Zahl unten im Ergebnis ist der Stundensatz, bei dem der Auftrag dem Nettowert des W-2-Angebots exakt entspricht — bei sonst gleichen Eingaben. Verhandeln Sie von dort aus, nicht von Ihrem alten Gehalt ÷ 2080.

Rechenbeispiel

Ein Gehalt von $120,000 mit 4 % Zuschuss, $8,000 Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung und 25 bezahlten freien Tagen hat einen Nettowert von rund $102–105k/Jahr. Um bei 40 abrechenbaren Stunden mit 4 unbezahlten freien Wochen, $9,600 selbst gezahlter Versicherung und $3,000 Kosten gleichzuziehen, braucht es etwa $75–80/Stunde — rund 30 % über den naiven $58/Stunde, die das Teilen des Gehalts durch 2,080 Stunden ergibt. Das ist die Rechnung hinter der Regel „30–50 % mehr verlangen“.

Was dieser Rechner bewusst weglässt

  • Staatliche Einkommensteuer — auf beiden Seiten ausgeklammert; innerhalb desselben Bundesstaats hebt sie sich weitgehend auf.
  • Steueroptimierungen für Selbstständige — QBI-Abzug, Solo 401(k), S-corp-Wahl. Sie begünstigen die Selbstständigkeit; betrachten Sie unser Ergebnis für die 1099-Seite als konservativ.
  • Arbeitsplatzsicherheit und Aufwärtspotenzial — nicht quantifizierbar und individuell. Aufträge enden schneller, lassen sich aber auch schneller neu verhandeln.

Quellen: IRS Topic 554 — Self-Employment Tax, IRS-Inflationsanpassungen 2026. Daten geprüft im August 2026.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel mehr sollte ein 1099-Selbstständiger verdienen als ein W-2-Angestellter?

Eine verbreitete Faustregel lautet: 30–50 % mehr brutto, um gleichzuziehen — und dieser Rechner zeigt, warum. Der Selbstständige zahlt beide Hälften von Social Security und Medicare (15.3 % Selbstständigen-Steuer statt 7.65 % Arbeitnehmeranteil), ersetzt die vom Arbeitgeber bezahlte Krankenversicherung (oft $6,000–$15,000+ pro Jahr), finanziert seinen eigenen Altersvorsorge-Zuschuss und erhält keinen bezahlten Urlaub. Ein Gehalt von $100,000 mit ordentlichen Benefits erfordert typischerweise etwa $130,000–$145,000 an 1099-Einkommen, um gleichwertig zu sein.

Was ist der größte versteckte Kostenpunkt beim Wechsel auf 1099?

Meist die Krankenversicherung, gefolgt vom unbezahlten Urlaub. Eine Marketplace-Familienversicherung kann ohne Arbeitgeberzuschuss $1,500/Monat übersteigen. Und jeder Urlaubstag eines Selbstständigen ist ein Tag Einkommen, der schlicht nicht existiert — 15 freie Tage bei $500/Tag sind $7,500 unsichtbare Kosten.

Gibt es steuerliche Vorteile als Selbstständiger?

Ja — und der Rechner ist hier bewusst konservativ. Selbstständige setzen legitime Betriebsausgaben vor Steuern ab, können ein häusliches Arbeitszimmer geltend machen, deutlich mehr in einem Solo 401(k) ansparen (bis zu den kombinierten Arbeitnehmer-und-Arbeitgeber-Grenzen), vom 20-%-QBI-Abzug auf Durchleitungseinkommen profitieren, und bei höheren Gewinnen kann eine S-corp-Wahl die Selbstständigen-Steuer senken. Ein guter Steuerberater holt oft einen erheblichen Teil der Lücke zurück, die dieses Tool zeigt.

Funktioniert das auch für andere Länder als die USA?

Die detaillierte Steuerrechnung hier ist US-spezifisch (Bundesebene, Einzelveranlagung). Die Struktur des Vergleichs — entgangene Benefits, entgangener bezahlter Urlaub, beide Hälften der Sozialabgaben — gilt überall; nutzen Sie andernorts das Faustregel-Ergebnis mit lokalen Sätzen. Länderspezifische Versionen stehen auf unserer Roadmap.

Weitere kostenlose Tools

Vereinfachte Schätzung auf US-Bundesebene, nur zur Planung — keine Steuerberatung. Ihr Veranlagungsstatus, Bundesstaat, Ihre Abzüge und Benefits verändern das Ergebnis. Sprechen Sie vor einer Entscheidung mit einem CPA.Vollständiger Haftungsausschluss.